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Weltfrauentag 8. März

Der weltweite Kampf der Frauen um Selbstbestimmung

Der Internationale Frauentag findet jedes Jahr am 8. März statt und geht auf Initiativen sozialistischer Organisationen vor dem 1. Weltkrieg zurück, die für Gleichberechtigung, Frauenwahlrecht und die Emanzipation von Arbeiterinnen kämpften.
Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug 1910 auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen einen internationalen Frauentag vor. Sie wurde dabei von US‑amerikanischen Sozialistinnen inspiriert, die 1909 einen nationalen Frauentag für das Frauenstimmrecht organisiert hatten.
Der 1. Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in mehreren europäischen Ländern statt.

Eine zentrale Forderung war das freie, geheime und gleiche Wahlrecht für Frauen.


In den folgenden Jahren etablierte sich der Tag in der sozialistischen Bewegung.
Allerdings verschob sich im 1. Weltkrieg der Schwerpunkt hin zu Antikriegsprotesten und der Frauentag wurde teilweise unter repressiven Bedingungen illegal begangen.
1917 lösten Demonstrationen von Arbeiterinnen und Soldatenfrauen in Petrograd am 8. März (nach julianischem Kalender) Proteste mit den Worten „Brot“ und „Nieder mit dem Krieg“ aus, die in der Februarrevolution endeten.
Mit der Einführung des Frauenwahlrechts 1918 schien das ursprüngliche Hauptziel in Deutschland zunächst erreicht. Der Frauentag blieb aber als politischer Aktionstag bestehen.
In einem Beschluss während der 2. Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau 1921 wurde der 8. März dauerhaft als Datum festgelegt.
1975 erklärte die UNO im Internationalen Jahr der Frau den 8. März offiziell zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ und richtete erstmals eine Feier aus. Seit diesem Tag wird der Tag weltweit als International Women’s Day begangen.